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Lanadelumab - Uses, Dosage, Side Effects and More

03. März 2026
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Einleitung: Was ist Lanadelumab?

Lanadelumab ist ein monoklonaler Antikörper, der speziell zur Behandlung des hereditären Angioödems (HAE) entwickelt wurde, einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch wiederkehrende Episoden starker Schwellungen gekennzeichnet ist. Das Medikament hemmt ein bestimmtes Protein im Blut, das zu den mit HAE verbundenen Schwellungen beiträgt. Durch die gezielte Hemmung dieses Proteins hilft Lanadelumab, Anfälle zu verhindern und die Symptome wirksam zu lindern.

Anwendungsgebiete von Lanadelumab

Lanadelumab ist primär zur Vorbeugung von HAE-Anfällen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren zugelassen. Es ist besonders vorteilhaft für Patienten, die häufig unter stark beeinträchtigenden Schwellungsattacken leiden, welche verschiedene Körperteile wie Gesicht, Extremitäten, Magen-Darm-Trakt und Atemwege betreffen können. Durch die Reduzierung der Anfallshäufigkeit verbessert Lanadelumab die Lebensqualität von Menschen mit HAE.

Funktionsweise

Lanadelumab hemmt die Aktivität des Proteins Plasmakallikrein. Bei Patienten mit hereditärem Angioödem (HAE) ist Plasmakallikrein überaktiv, was zu einer übermäßigen Produktion von Bradykinin führt. Bradykinin ist eine Substanz, die die Blutgefäße durchlässiger macht und so Schwellungen verursacht. Durch die Blockierung von Plasmakallikrein senkt Lanadelumab den Bradykininspiegel und beugt dadurch den mit HAE verbundenen Schwellungsattacken vor.

Dosierung und Anwendung

Lanadelumab wird subkutan injiziert. Die Standarddosis für Erwachsene und Jugendliche beträgt üblicherweise 300 mg alle zwei Wochen. Je nach individuellem Ansprechen und Häufigkeit der HAE-Anfälle kann jedoch ein anderes Dosierungsschema erforderlich sein. Um eine optimale Wirksamkeit zu gewährleisten, ist es unerlässlich, die Anweisungen des Arztes bezüglich Dosierung und Anwendung genau zu befolgen.

Nebenwirkungen von Lanadelumab

Wie alle Medikamente kann auch Lanadelumab Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung, Schmerzen)
  • Kopfschmerzen
  • Ermüden
  • Übelkeit

Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen können, obwohl selten, gehören:

  • Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden)
  • Schwere Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Erhöhtes Infektionsrisiko

Patienten sollten alle ungewöhnlichen oder schwerwiegenden Nebenwirkungen unverzüglich ihrem Arzt melden.

Drug Interactions

Lanadelumab kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, was seine Wirksamkeit beeinträchtigen oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann. Zu den wichtigsten Wechselwirkungen gehören:

  • Antikoagulanzien (Blutverdünner) können das Blutungsrisiko erhöhen.
  • Andere Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen, könnten die Wirksamkeit von Lanadelumab verändern.

Informieren Sie Ihren Arzt stets über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Produkte, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Vorteile von Lanadelumab

Die Anwendung von Lanadelumab bietet mehrere klinische und praktische Vorteile:

  • Verringerte Anfallshäufigkeit: Viele Patienten erleben eine deutliche Verringerung der Anzahl der HAE-Anfälle.
  • Verbesserte Lebensqualität: Durch die Vorbeugung schmerzhafter und beeinträchtigender Schwellungsepisoden können Patienten wieder aktiver am Alltag teilnehmen.
  • Bequeme Anwendung: Die subkutane Injektion kann selbst verabreicht werden, was eine größere Flexibilität bei der Behandlung ermöglicht.

Kontraindikationen von Lanadelumab

Bestimmte Personengruppen sollten die Anwendung von Lanadelumab vermeiden, darunter:

  • Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Lanadelumab oder einen seiner Bestandteile.
  • Schwangere oder stillende Frauen sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren, da die Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus oder auf gestillte Säuglinge nicht vollständig geklärt sind.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Vor Beginn der Behandlung mit Lanadelumab sollten Patienten sich einer gründlichen Untersuchung durch ihren Arzt unterziehen. Wichtige Vorsichtsmaßnahmen sind:

  • Achten Sie insbesondere nach der ersten Dosis auf Anzeichen allergischer Reaktionen.
  • Regelmäßige Nachuntersuchungen, um die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen und gegebenenfalls die Dosierung anzupassen.
  • Patienten mit einer Vorgeschichte schwerer Infektionen sollten ihre Krankengeschichte mit ihrem Arzt besprechen.

Häufig gestellte Fragen

  1. Wofür wird Lanadelumab angewendet? Lanadelumab wird zur Vorbeugung von Anfällen des hereditären Angioödems (HAE) bei Erwachsenen und Jugendlichen eingesetzt.
  2. Wie wird Lanadelumab verabreicht? Es wird als subkutane Injektion verabreicht, typischerweise alle zwei Wochen.
  3. Was sind die häufigsten Nebenwirkungen? Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen Reaktionen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit.
  4. Kann ich Lanadelumab einnehmen, wenn ich schwanger bin? Schwangere Frauen sollten vor der Anwendung von Lanadelumab ihren Arzt konsultieren.
  5. Wie wirkt Lanadelumab? Es hemmt das Plasmakallikrein, senkt den Bradykininspiegel und beugt Schwellungen vor.
  6. Was soll ich tun, wenn ich eine Dosis verpasse? Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie sich daran erinnern. Lassen Sie die Einnahme jedoch aus, wenn es fast Zeit für die nächste Dosis ist.
  7. Gibt es schwerwiegende Nebenwirkungen? Zu den schwerwiegenden Nebenwirkungen können allergische Reaktionen und schwere Reaktionen an der Injektionsstelle gehören.
  8. Kann ich Lanadelumab selbst verabreichen? Ja, viele Patienten können sich die Injektion nach entsprechender Schulung durch ihren Arzt selbst verabreichen.
  9. Wie lange dauert es, bis Lanadelumab wirkt? Patienten bemerken möglicherweise schon innerhalb weniger Wochen nach Behandlungsbeginn eine Verringerung der Anfallshäufigkeit.
  10. Ist die Anwendung von Lanadelumab in Kombination mit anderen Medikamenten sicher? Informieren Sie Ihren Arzt immer über alle Medikamente, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Markennamen

Lanadelumab wird unter dem Markennamen Takhzyro vertrieben.

Fazit

Lanadelumab stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung des hereditären Angioödems dar und bietet Patienten eine zuverlässige Option zur Vorbeugung belastender Schwellungsanfälle. Sein gezielter Wirkmechanismus, die einfache Anwendung und das Potenzial zur Verbesserung der Lebensqualität machen es zu einer wertvollen Ergänzung der HAE-Therapieoptionen. Wie bei jedem Medikament ist es unerlässlich, einen Arzt zu konsultieren, um den optimalen, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Behandlungsplan zu ermitteln.

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Haftungsausschluss: Diese Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung. Konsultieren Sie bei medizinischen Fragen immer Ihren Arzt.

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