Die Herausforderungen von Phyllodes-Tumoren der Brust.
Über den Patienten und seinen Zustand
Eine 27-jährige Frau (frisch verheiratet) hatte einen schon lange bestehenden Knoten in ihrer rechten Brust, der anderswo untersucht wurde. Ein Ultraschall der Brust zeigte, dass es sich um eine gekapselte, hypoechogene Läsion von 32 mm x 23 mm Größe handelte. Eine Feinnadelaspirationszytologie (FNAC) zeigte, dass es sich um eine Fibroepithel-Läsion handelte, sehr wahrscheinlich ein Fibroadenom. Die Patientin entschied sich für eine konservative Behandlung mit regelmäßiger Nachuntersuchung.
Nach 3 Monaten war eine Größenzunahme zu verzeichnen und eine Ultraschalluntersuchung zeigte, dass die Läsion 8 mm x 53 mm x 51 mm groß war, teilweise fest und teilweise zystisch, mit beweglichen Echos und umgebendem Ödem. Der Radiologe kam zu dem Schluss, dass das Fibroadenom nun eine zystische Degeneration und eine umgebende Entzündung aufwies.
Fallszenario
Zu diesem Zeitpunkt stellte sich die Patientin bei Dr. Uma Krishnaswamy vor, Fachärztin für Brust- und onkoplastische Chirurgie am Apollo Hospital in Chennai. Die Untersuchung ergab eine 10 x 10 cm große, empfindliche, zystische Masse in der rechten Brust neben dem Brustwarzenhofkomplex, die sich von 6 Uhr bis 9 Uhr erstreckte und umfangreiche Hautblutergüsse aufwies. Die klinische Diagnose deutete stark auf ein riesiges Fibroadenom mit Degeneration und einem nach FNAC induzierten, nicht abgeheilten Hämatom hin. Die zweite Diagnose lautete auf einen möglicherweise bösartigen Phyllodes-Tumor der Brust.
Routinemäßige präoperative Blutparameter zeigten keine Gerinnungsstörungen. Im Rahmen der Dreifachdiagnose wurde eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese ergab eine 66 x 53 mm große, teilweise gut abgegrenzte, eingekapselte, feste, zystische Masse mit Brownscher Bewegung. Der Farbdoppler zeigte einen minimalen inneren Gefäßfluss. Auch hier deuteten die radiologischen Befunde auf ein entartetes Fibroadenom mit umgebendem Hämatom hin.
Anschließend wurde in derselben Sitzung eine bildgesteuerte Stanzbiopsie durchgeführt. 60 ml frisches Blut wurden abgesaugt und sofort wieder aufgefüllt, sodass der interventionelle Radiologe aus Angst vor Blutungen nicht mit der Biopsie fortfahren konnte. Dieser Vorfall ließ vermuten, dass es sich um eine intrazystische papilläre Läsion mit Blutung oder einen Phyllodes-Tumor handelte.
Im Rahmen der Diagnose wurde eine MR-Mammographie durchgeführt. Diese zeigte eine gekapselte und heterointensive Läsion mit möglicherweise nekrotischem und hämorrhagischem Inhalt. Es konnten keine weiteren diagnostischen Informationen gewonnen werden.
Weltweites Szenario
Die chirurgische Behandlung von Phyllodes-Tumoren der Brust, egal ob gutartig oder bösartig, ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Die Krankheit ist weit verbreitet und tritt bei weniger als 1 % aller Brusttumore auf. Die präoperative Diagnose und Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Phyllodes-Tumoren ist jedoch sehr schwierig, obwohl gutartige Läsionen häufiger vorkommen. Diese Herausforderung wird noch dadurch verschärft, dass die chirurgische Technik verwendet wird, um die Tumore mit einem klaren Rand zu entfernen, um ein Wiederauftreten zu verhindern und die kosmetischen Eigenschaften der Brust zu erhalten. Dies ist besonders wichtig, da Phyllodes-Tumoren in einer relativ jungen Altersgruppe (25–30 Jahre) in der asiatischen Bevölkerung auftreten, wobei Frauen am häufigsten und Männer mit Gynäkomastie selten betroffen sind.
Fachkompetenz bei Apollo Hospitals
Nach einer allgemeinen und anästhetischen Untersuchung wurde die Patientin mit ihrer Einwilligung in die Operation aufgenommen. Der Befund war eine teilweise eingekapselte, nekrotische Masse mit altem Blut und Blutgerinnseln, umgeben von entzündlichem Fett und Ödemen. Die Masse wurde weiträumig entfernt. Um das Volumendefizit auszugleichen, wurde eine intramammäre Lappenrekonstruktion durchgeführt. Die Patientin wurde nach 24 Stunden entlassen.
Die histopathologische Untersuchung ergab eine 9 x 6 x 4 cm große, feste, zystische Masse mit dunkelrotem, brüchigem Material. Die Mikroskopie zeigte eine neoplastische Läsion mit epithelausgekleideten Räumen und einem spindelzelligen Stroma mit verstreuter Mitose und klaren Rändern. (Abbildung 3).
Die immunhistochemische Untersuchung ergab einen Ki67-Wert von 7 und einen negativen p53-Wert. Es handelte sich daher um einen Phyllodes grenzwertigen Grades mit geringem malignen Potenzial. Da ein genomisches Panel für fibroepitheliale Läsionen derzeit in Indien nicht kommerziell erhältlich ist, wurde dies nicht weiter verfolgt.
Apollo Hospitals – Leben berühren
Das multidisziplinäre Team der Apollo-Krankenhäuser entschied sich für eine Strahlentherapie. Nach Abschluss dieser Therapie wird der Patient weiterhin engmaschig überwacht. Die Patienten waren sehr zufrieden, da es bisher zu keinem Rückfall des Phyllodes-Tumors kam und das kosmetische Ergebnis ausgezeichnet war.
Patientenbericht
Der Patient war mit den Leistungen und der Behandlung im Apollo Hospital zufrieden.
Abbildung 1: Ultraschalluntersuchung der rechten Brust[/caption]
Abbildung 2: MR-Mammogramm[/caption]
Abbildung 3: Mikrofotografie der Kanäle, die mit zweischichtigemEpithel und erhöhte Stromazellularität und Atypie
(400-fache Vergrößerung)[/caption]
Abbildung 4: Ki 67: 7[/caption]
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