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Glomerulonephritis ist eine Entzündung der Filtereinheiten (Glomeruli) der Niere. Glomeruli sind extrem kleine Filtereinheiten in den Nieren, die das Blut filtern. Glomerulonephritis kann durch Infektionen, Medikamente oder Erkrankungen verursacht werden, die während oder kurz nach der Geburt auftreten (angeborene Anomalien). Sie bessert sich oft von selbst. Einige Formen sprechen gut auf die Behandlung an, während andere zu einer chronischen Nierenerkrankung fortschreiten können. Eine regelmäßige Überwachung ist für eine wirksame Behandlung der Erkrankung unerlässlich.

Symptome:

  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Schaumiger Urin aufgrund von Proteinüberschuss (Proteinurie)
  • Bluthochdruck
  • Flüssigkeitsansammlungen verursachen Schwellungen (Ödeme)
  • Ermüden
  • Verminderte Urinausscheidung in schweren Fällen

Diagnostische Ansätze:

  • Urinanalyse zur Überprüfung auf Blut und Eiweiß
  • Blutuntersuchungen zur Beurteilung der Nierenfunktion und zur Suche nach Entzündungsanzeichen
  • Bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall zur Beurteilung der Nierengröße und -struktur
  • Nierenbiopsie zur Bestimmung der spezifischen Art der Glomerulonephritis

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Kortikosteroide zur Entzündungshemmung
  • In einigen Fällen immunsupprimierende Medikamente
  • Blutdruckmedikamente, insbesondere ACE-Hemmer oder ARBs
  • Diuretika zur Reduzierung der Flüssigkeitsansammlung
  • Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankungen (z. B. Infektionen, Autoimmunerkrankungen)

Nachsorge:

  • Regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion und des Eiweißspiegels im Urin
  • Blutdruckmanagement
  • Anpassung der Medikation nach Bedarf
  • Überwachung auf Nebenwirkungen immunsuppressiver Medikamente
  • Ernährungsumstellungen, wie z. B. eine Einschränkung der Salzaufnahme
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