• Molekular-

Die Molekularpathologie ist ein Bereich der Pathologie, der sich der Prinzipien, Techniken und Werkzeuge der Molekularbiologie bedient und für die Ausübung der Präzisionsmedizin ein äußerst wichtiges Instrument darstellt.

Indikationen

Myeloide Neoplasien

  • Akute myeloische Leukämie.
  • Myeloproliferative Neoplasien.
  • Myelodysplastische Syndrome.
  • Myelodysplastische/myeloproliferative Neoplasien.
  • Myeloide/lymphoide Neoplasien mit Eosinophilie und Gen-Umlagerung.
  • Mastozytose.

Lymphatische Neoplasien
  • B-lymphoblastische Leukämie/Lymphom
  • Chronische lymphatische Leukämie
  • Plasmazellneoplasien
  • Hochgradiges B-Zell-Lymphom

Verfahren

Der Einsatz verschiedener Technologien wie Echtzeit-PCR, Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH), Fragmentanalyse und Next Generation Sequencing (NGS) hilft dabei, die genetische Anomalie, die die Krankheit verursacht, genau zu charakterisieren.

  • Die PCR ermöglicht die Amplifikation von DNA-Fragmenten, um deren Erkennung zu erleichtern. Die PCR kann verwendet werden, um nach bestimmten Veränderungen in einem Gen oder Chromosom zu suchen, was bei der Erkennung und Diagnose einer genetischen Störung oder einer Krankheit wie Krebs hilfreich sein kann.
  • Die Echtzeit-PCR beginnt mit einer DNA/RNA-Vorlage (extrahiert aus der Patientenprobe) und die Ziele von Interesse (z. B. JAK2-Mutation bei myeloproliferativen Neoplasien oder BCR-ABL-Fusions-Transkripte bei CML) werden viele Millionen Mal amplifiziert, was in Echtzeit erkannt und qualitativ (erkannt/nicht erkannt) oder quantitativ (z. B. Kopien/ml) gemeldet werden kann.
  • FISH – molekularzytogenetische Methode/Labortechnik zum Erkennen und Lokalisieren einer bestimmten DNA-Sequenz auf einem Chromosom. Dabei werden die Proben verarbeitet, um die Bindung der Ziel-DNA an die mit Fluorochrom markierte Sonden-DNA zu erleichtern, was eine anschließende Visualisierung durch ein Fluoreszenzmikroskop ermöglicht.
  • Fragmentanalyse: Nach der Zielamplifikation (konventionelle PCR) Trennung und Visualisierung fluoreszenzmarkierter Fragmente (DNA) anhand der Größe (z. B. Mikrosatelliteninstabilität).
  • NGS (Next Generation Sequencing) – Ermöglicht die gleichzeitige Erkennung von diagnostisch und prognostisch relevanten genetischen Veränderungen in mehreren Genen, für die eine gezielte Therapie verfügbar ist. Der Test beginnt mit der Bibliotheksvorbereitung und die resultierende Vorlage wird klonal amplifiziert und angereichert und anschließend sequenziert. Genetische Veränderungen werden mithilfe handelsüblicher Software annotiert, die sie mit verfügbaren relevanten Therapien, klinischen Studien und Risiken verknüpft.

Vorteile

  • Solide Tumoren:

    10 ng der eingegebenen Nukleinsäure erkennen handlungsrelevante Ziele in 52 Genen. Wenn ein handlungsrelevantes Ziel identifiziert wird, wird eine gezielte Therapie verabreicht, die auf bestimmte Gene und Proteine ​​abzielt, die am Wachstum und Überleben von Krebszellen beteiligt sind, ohne die normalen Zellen zu beeinträchtigen. Sie wirkt, indem sie die Wachstumssignale blockiert, die für die Verbreitung von Krebszellen wesentlich sind, ihre Zerstörung beschleunigt und auch die Produktion neuer Blutgefäße verringert, die für ihr Überleben erforderlich sind. Diese Therapie verlängert das Überleben des Patienten und verbessert die Gesamtprognose des Patienten. Hilft bei der Diagnose von Weichteilsarkomen sowie kleinen rundzelligen Tumoren, indem sie die charakteristische zytogenetische Anomalie erkennt.

  • Myeloide Neoplasien:

    Erkennt alle relevanten genetischen Anomalien in 79 Genen gleichzeitig in einem einzigen Test statt nacheinander. Dieser Test ist sehr nützlich für die Diagnose myeloider Neoplasien und deren Klassifizierung gemäß den Leitlinienempfehlungen. Er liefert Prognoseinformationen darüber, ob der Patient zur dauerhaften Heilung eine Standardbehandlung oder eine hochdosierte Chemotherapie oder eine Knochenmarktransplantation benötigt. Er hilft auch bei der Auswahl der Patienten für eine gezielte Therapie.

  • Lymphatische Neoplasien:

    Hilft bei der Risikostratifizierung und leitet die Behandlung.

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